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New Streetart – Asphaltblüten zwischen Gulli und Gosse
Ungewöhnliche Fotos von Georg Koengier

Im Mai 2014 unternahm Georg Koeniger mit dem Fahrrad die rund 2.500 Kilometer lange Reise von Würzburg nach Santiago de Compostela. Den Blick überwiegend auf den Boden gerichtet, entdeckte er bei dieser Gelegenheit „Asphaltblüten, also Malereien, Drucke und zufällige Farbkompositionen, die mir viel zu schade schienen, um einfach nur über sie hinweg zu fahren“. Koeniger begann, diese Objekte zu fotografieren und bearbeitete sie nach seiner Rückkehr künstlerisch. Das Ergebnis kann man jetzt in zwei Austellungen sehen: Dokumente von unerwarteter Schönheit, Bilder, die an abstrakte Gemälde erinnern oder an die Werke kubistischer Maler. Aus ihrem prosaischen Zusammenhang gerissen und von der Horizontalen in die Vertikale gerückt, entwickeln Farben, Formen und Strukturen einen ganz eigenen Zauber. Sie öffnen den Blick für die Details und zeigen einmal mehr, wie sehr Kunst und Alltag ineinander übergehen, ja: einander bedingen. Das könnte sogar Auswirkungen auf unser Verhalten haben. „Gut möglich, dass man in Zukunft mehr Menschen am Straßenrand stehen sieht, die gerade ein neues Stück Straßenkunst entdeckt haben“, so der Kabarettist.

Zu sehen sind die Bilder derzeit in der Buchhandlung Erlesen, Matterstockstr. 22 und in der Praxis für Neurochirurgie Hüttmann/Krone, Eichhornstr. 28, beides in Würzburg

Wer mehr über die Pilgerfahrt Koenigers nach Santiago de Compostela erfahren möchte: Soeben ist sein Buch „Trauer ist eine lange Reise – Für dich auf dem Jakobsweg“ Malik-Verlag erschienen.

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